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  • 19 Februar:
    Heiteres Faschingskonzert (16:00)

  • Wir sind

    Briefe mit “Ich…” zu beginnen, gilt laut Knigge als unhöflich. Und doch tritt die Apostel – Johannes – Kirchengemeinde mit einem recht selbstbewussten “Ich…” an die Öffentlichkeit. Und das nicht, weil wir ungebildet oder eingebildet wären. Wir tun es sogar stolz und mit voller Absicht. Wer in unsere „gute Stube“, den Kirchsaal kommt, dem springt es gleich ins Gesicht: “Ich…”. Was steckt dahinter?
    Das hängt mit unserem Namen zusammen. Wir könnten theoretisch ja auch Apostel – Matthäus – Kirchengemeinde heißen. Aber wir heißen Apostel – Johannes – Kirchengemeinde. Und darüber sind wir froh. Wie jeder Mensch hat auch der Apostel Johannes seinen ganz eigenen Charakter. Nur im Johannesevangelium (Bibel, Neues Testament) spricht Jesus diese Sätze, die immer mit einem wirklich umwerfenden “Ich bin…” beginnen. Glauben Sie es nicht? Lesen Sie im Zusammenhang nach: Johannesevangelium Kapitel 18, Vers 6. Das ist das Selbstbewusstsein Gottes.

    Siebenmal verbindet Jesus seine Selbstbezeichnung mit einem Bild. Etwas Konkretes, was man malen kann. Man findet es wieder auf den drei Bildern von Schwester Christamaria Schröter aus der Christusbruderschaft in Selbitz. Sie hat diese eigens für unseren Kirchraum gestaltet. Man kann z. B. einen Weg, Weintrauben, Weizenähren usw. erkennen. Es sind Meditationsbilder, keine Plakate. Sie lassen sich, genauso wie der Glaube selbst, nicht im Vorbeigehen erfassen. Man muss sich Zeit für sie nehmen. Dazu sollte man die entsprechenden Bibelstellen im Zusammenhang betrachten:

    So macht man immer wieder neue verblüffende Entdeckungen, denn die Bilder veranschaulichen das Geheimnis des Glaubens.

    Bild1

    Bild3 Bild3

    Die vollständigen Bibelstellen zu den Bildern:

    Bild 1

    Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
    (Johannesevangelium, Kapitel 10 Vers 11)

    Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
    (Johannesevangelium, Kapitel 14 Vers 6)

    Bild 2

    Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
    (Johannesevangelium, Kapitel 8 Vers 12)

    Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
    (Johannesevangelium, Kapitel 15 Vers 5)

    Bild 3

    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
    (Johannesevangelium, Kapitel 6 Vers 35)

    Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
    (Johannesevangelium, Kapitel 10 Vers 9)

    Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.
    (Johannesevangelium, Kapitel 11 Verse 25 und 26)